Du möchtest mehr über female entrepreneurs oder die Gründungsaktivitäten von Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte, newcomer entrepreneurs, erfahren oder du interessierst dich grundsätzlich für die Themen Gründung und Selbständigkeit in Deutschland? In Kürze wirst du hier einige Publikationen zu diesen Themen finden können. Viel Spaß beim Stöbern und wir hoffen, dass das Richtige für dich dabei ist.
Gründungen durch Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte sind längst kein Nischenthema mehr. Sie sind ein relevanter Wirtschaftsfaktor, schaffen Arbeitsplätze und tragen zur Innovationskraft Deutschlands bei. Bereits heute hat etwa jede:r vierte Selbständige eine Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte – Tendenz steigend. Dennoch werden die ökonomischen Potenziale migrantischer Gründer:innen in politischen Debatten zumeist ignoriert. Auch der Koalitionsvertrag 2025 sendet ein widersprüchliches Signal: Zwar bekennt sich die Bundesregierung zur Stärkung der Gründungskultur insgesamt, doch es fehlt an konkreten Maßnahmen, die Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte gezielt in die Gründungsförderung einbeziehen. Dabei sind die Herausforderungen für migrantische Gründer:innen keineswegs neu: eingeschränkter Zugang zu Finanzierung, fehlende passgenaue Beratung, institutionelle Barrieren und ein oft unsicherer aufenthaltsrechtlicher Rahmen. Wer diese Realitäten ignoriert, vergibt wirtschaftliches Potenzial. Ein inklusives Gründungsökosystem braucht gezielte Maßnahmen – nicht nur allgemeine Programme, sondern Strategien, die eine Teilhabe aller Personengruppen ermöglichen.
Selbständige mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte leisten einen erheblichen Beitrag zur deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2023 hatte bereits jede:r vierte Selbständige in Deutschland eine Einwanderungs- und Fluchtgeschichte. Trotz ihrer wirtschaftlichen Bedeutung stehen diese Gründer:innen vor zahlreichen strukturellen Hürden: eingeschränkter Zugang zu Finanzierungen, fehlende aufenthaltsrechtliche Sicherheit sowie eine unzureichende institutionelle Unterstützung. Das vorliegende 5-Punkte-Programm für ein migrantisches Gründungsökosystem zeigt konkrete Maßnahmen für eine umfassende Struktur auf, um Gründer:innen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte bessere Umfeldbedingungen zu bieten. Dazu gehören der Ausbau zielgruppenspezifischer Beratungsangebote, verbesserte Finanzierungsinstrumente, notwendige Reformen im Aufenthaltsrecht, neue institutionelle Strukturen auf Bundes- und Landesebene sowie ein bundesweites Förderprogramm. Durch diese Maßnahmen kann ein gleichberechtigter Zugang zu unternehmerischen Chancen ermöglicht werden.
Selbständige mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte leisten einen erheblichen Beitrag zur deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2023 hatte bereits jede:r vierte Selbständige in Deutschland eine Einwanderungs- und Fluchtgeschichte. Trotz ihrer wirtschaftlichen Bedeutung stehen diese Gründer:innen vor zahlreichen strukturellen Hürden: eingeschränkter Zugang zu Finanzierungen, fehlende aufenthaltsrechtliche Sicherheit sowie eine unzureichende institutionelle Unterstützung. Das vorliegende 5-Punkte-Programm für ein migrantisches Gründungsökosystem zeigt konkrete Maßnahmen für eine umfassende Struktur auf, um Gründer:innen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte bessere Umfeldbedingungen zu bieten. Dazu gehören der Ausbau zielgruppenspezifischer Beratungsangebote, verbesserte Finanzierungsinstrumente, notwendige Reformen im Aufenthaltsrecht, neue institutionelle Strukturen auf Bundes- und Landesebene sowie ein bundesweites Förderprogramm. Durch diese Maßnahmen kann ein gleichberechtigter Zugang zu unternehmerischen Chancen ermöglicht werden.
Im Auftrag der Stadt Duisburg untersucht die vorliegende Studie die „Migrant:innenökonomie“ am Standort Duisburg. Im Fokus stehen die sektorale Verteilung migrantischer Unternehmen, ihre Rolle im Bereich Ausbildung sowie ihre Einbindung in das lokale wirtschaftliche Ökosystem. Leitend für die Untersuchung waren dabei zentrale Fragestellungen: In welchen Branchen sind migrantische Unternehmer:innen tätig? Wie stellt sich das Gründungsgeschehen dar? Und wie sind migrantische Unternehmen in die lokale Wirtschaft eingebunden? Auf Basis dieser Analyse werden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, die darauf abzielen, das wirtschaftliche Potenzial der Migrant:innenökonomie in Duisburg gezielt zu stärken und besser zu nutzen.
Dieser Bericht ist das Ergebnis des Projekts „MIRO“, das vom Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen in Zusammenarbeit mit Perspektive neuStart e. V. im Auftrag der Stadt Duisburg durchgeführt wurde.
Duisburg ist eine Stadt der Vielfalt – und das zeigt sich auch in ihrer Wirtschaft. Migrantische Unternehmen sind ein bedeutender Motor für Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftliches Engagement. Doch welche Branchen prägen diese Unternehmen? Welche Herausforderungen und Potenziale bestehen? Und wie kann Duisburg diese Unternehmer:innen gezielt fördern?
Unsere aktuelle Studie - gemeinsam mit dem IAT Gelsenkirchen - liefert umfassende Zahlen, Daten und Fakten zur migrantischen Ökonomie in Duisburg. Basierend auf einer Kombination aus amtlichen Statistiken und qualitativen Interviews mit Unternehmer:innen gibt die Untersuchung wertvolle Einblicke in die wirtschaftliche Bedeutung und die unternehmerische Dynamik von Selbstständigen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte.
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Der Vortrag „Starting your own business – Students and Academics from Non-EU-Countries“ von Dr. Ralf Sänger richtet sich an internationale Studierende, Forschende und Wissenschaftler:innen aus Nicht-EU-Staaten, die in Deutschland eine selbständige Tätigkeit aufnehmen oder ein Unternehmen gründen möchten. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Möglichkeiten trotz aufenthaltsrechtlicher Einschränkungen bestehen und welche Schritte dafür notwendig sind.
Der Vortrag zeigt zunächst, warum eine Gründung attraktiv sein kann: während des Studiums etwa zum Geldverdienen, zum Sammeln von Erfahrungen oder zur Umsetzung eigener Ideen; nach dem Studium auch als Möglichkeit, in Deutschland zu bleiben, eigenständig zu arbeiten und berufliche Träume zu verwirklichen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufenthaltsrecht: Studierende mit Aufenthalt nach § 16b AufenthG sowie Forschende nach § 18d AufenthG dürfen nicht automatisch selbständig tätig sein. Sie können jedoch bei der Ausländerbehörde eine Erlaubnis nach § 21 Abs. 6 AufenthG beantragen, sofern die Selbständigkeit das Studium oder die wissenschaftliche Tätigkeit nicht gefährdet und nur in Teilzeit ausgeübt wird. Nach Studien- oder Forschungsabschluss eröffnet § 20 Abs. 1 AufenthG eine 18-monatige Phase zur Jobsuche oder Gründungsvorbereitung.
Abschließend gibt der Vortrag praktische Hinweise zu Business-Idee, Kund:innen, Motivation, Gewerbeanmeldung, freiberuflicher Tätigkeit, Steuer- und Ausländerbehörde sowie zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten.
Internationale Studierende und Forschende stellen ein enormes Potenzial für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands dar. Mit rund 367.500 internationalen Studierenden im Wintersemester 2022/23 und über 79.000 internationalen Forschenden leisten sie bereits einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität Deutschlands als Studien- und Forschungsstandort. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen wird das Potenzial dieser Zielgruppe als Unternehmer:innen für die deutsche Wirtschaft nur unzureichend genutzt. Viele internationale Absolvent:innen sind hochmotiviert, doch bürokratische und rechtliche Hürden erschweren ihnen den Einstieg in die Selbständigkeit. Insbesondere das komplexe Aufenthaltsrecht und die uneinheitliche Handhabung der Anträge und Auslegung der Ermessensspielräume durch Ausländerbehörden führen zu Unsicherheiten und Verzögerungen im Gründungsprozess oder verhindern diesen. Dieser Text beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen, die internationalen Studierenden und Forschenden den Weg in die Selbständigkeit erschweren. Letztlich wird diskutiert, wie eine gezielte Anpassung der Gesetzgebung und eine einheitlichere Praxis bei den Behörden das unternehmerische Engagement unterstützen und dazu beitragen könnten, die vorhandenen Hürden abzubauen und das Gründungspotenzial von internationalen Studierenden und Forschenden besser zu fördern.
Die hohe Zahl internationaler Studierender und Wissenschaftler:innen zeigt Deutschlands Attraktivität als Studien- und Forschungsstandort und deutet auf ein Potenzial hin, das langfristig auch der deutschen Wirtschaft zugutekommen könnte. Entscheidend ist jedoch, wie viele dieser Talente tatsächlich in Deutschland bleiben und so zur Deckung des Fachkräftebedarfs sowie zur Stärkung der Innovationskraft beitragen. Neben der hohen Anziehungskraft als Studien- und Forschungsstandort zeigt sich auch eine starke Bleibemotivation. Der Weg internationaler Absolvent:innen in die Selbständigkeit gleicht jedoch fast einer Seltenheit: Mit gerade einmal 1,2% wagen nur verschwindend wenige, ihr eigenes Unternehmen zu gründen – trotz der ausgeprägten Gründungsaffinität von Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte. Diese Diskrepanz wirft die Frage auf, welche (rechtlichen und bürokratischen) Hürden internationale Talente daran hindern, ihr Gründungspotenzial in Deutschland voll zu entfalten.
Am 19. November veranstaltete die Arbeitsgruppe „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Asylsuchenden“ des AWV (Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V.) eine Online-Veranstaltung unter dem Titel: "Sprungbrett zum Erfolg: Unterstützung von migrantischen Gründungen". Ziel der Veranstaltung war es, nicht nur die Potenziale von Geflüchteten und Asylsuchenden hervorzuheben, sondern vor allem die Hürden und Herausforderungen aufzuzeigen, mit denen Gründer:innen mit Fluchthintergrund konfrontiert sind.
Neben Fachvorträgen boten Gründer:innen Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. In seinem Vortrag präsentierte Dr. Ralf Sänger die Top 11 Herausforderungen, die von rechtlichen Anforderungen über finanzielle Hürden bis hin zu erschwerten Zugängen zu Informationen und Beratungsangeboten reichten.
Der Weg in die Selbständigkeit ist für alle Gründer:innen, unabhängig von ihrer Herkunft, mit zahlreichen Hürden verbunden. Für Personen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte kommen jedoch zusätzliche Herausforderungen hinzu, die auf Unterschiede in Sprache, Kultur, rechtlichen und bürokratischen Systemen sowie mangelnden Netzwerken und Ressourcen zurückzuführen sind. Zur Verbesserung des Gründungsökosystems für diese Gruppe von Gründer:innen müssen diese Hürden in politischen Maßnahmen und Unterstützungsprogrammen berücksichtigt werden. Im Nachfolgenden werden die zehn größten Herausforderungen beleuchtet, die Gründer:innen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte überwinden müssen.
Migrantische Unternehmer:innen repräsentieren eine vielfältige Gruppe in der deutschen Wirtschaft, mit unterschiedlichen Hintergründen und Motivationen für ihr unternehmerisches Engagement (David et al., 2024). Trotz gängiger Vorurteile, sie wären nur im Handel und der Gastronomie tätig, arbeiten sie in einer Vielzahl von Sektoren, einschließlich solcher mit hohem Wissensanteil. Dabei sind sie oft auch in grenzüberschreitenden Geschäftsaktivitäten tätig (Freiling, 2022). Allerdings kann Machtungleichheit innerhalb der unternehmerischen Ökosysteme ihre Sichtbarkeit und Beteiligung beeinträchtigen (Avelino & Wittmayer, 2015). Das vorgestellte Kapitel, basierend auf einer Studie aus dem Ruhrgebiet, diskutiert die Auswirkungen diskriminierender Hierarchien auf das Engagement migrantischer Unternehmer:innen im lokalen Kontext. Es werden Strategien zur Stärkung sensibler und inklusiver lokaler Ökosysteme vorgeschlagen.
In Germany, the migrant economy has grown immensely in importance for the economy since the early 2000s: every fourth self-employed person had an immigration or refugee background in 2022. In particular, self-employed persons from the Middle East recorded a disproportionate increase. This is all the more astonishing as these individuals face numerous challenges, including a lack of access to general information about self-employment in Germany and to existing support services for founders, recognition of their professional qualifications, restrictions under immigration law, and no access to external financing. Nevertheless, there is a lack of specific support structures for this heterogeneous target group, for which different contextual conditions exist in each case. In order to optimize the ecosystem, impulses would have to come from the political level for the implementation of new structures whose focus is oriented specifically to this target group. This could be based on structures that have already been tried and tested and on models and instruments that have been developed. At the same time, the separation between employment and selfemployment would have to be abolished and the transition as a skilled worker to selfemployment would have to be considered as a flowing process. This also implies opening up the existing structures for this new target group and rethinking the existing instruments. A transformation process of the existing, and the implementation of new structures for a sustainable support of founders and self-employed individuals with an immigration and refugee background is necessary, not only to do justice to the importance of this group, but also to maintain the economic strength of Germany.
Wer kennt nicht den Übersetzungsdienst DeepL von DeepL SE oder das Pharmaunternehmen BioNTech SE? Beide Unternehmen wurden in Deutschland gegründet und werden von Personen mit Migrationshintergrund geleitet. Ohne Selbständige mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte wäre die deutsche Unternehmenslandschaft in den letzten Jahren erheblich geschwächt worden. Dies verdeutlicht die essenzielle Rolle, die Selbständige mit Migrationshintergrund als wichtige Säule für die deutsche Wirtschaft spielen und unterstreicht die Bereicherung der Wirtschaft und Gesellschaft durch vielfältige kulturelle Perspektiven und unternehmerische Ansätze.
Herr Dr. Ralf Sänger hatte die Gelegenheit, einen Gastvortrag beim Fachgespräch des Migrant Business Circle Berlin zum Thema "Gründung von Geflüchteten im Handwerk" zu halten. Im Mittelpunkt standen die drei herausfordernden Aspekte, mit denen Geflüchtete als Selbständige im Handwerk konfrontiert sind: aufenthaltsrechtliche Rahmenbedingungen, berufliche Anerkennung und die Notwendigkeit des Meistertitels.
Ukrainische Staatsbürger:innen, die in Deutschland eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen möchten, profitieren von günstigen Bedingungen, die es ihnen ermöglichen, ohne Einschränkungen Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten. Viele von ihnen haben sich bereits selbstständig gemacht, wobei insbesondere Frauen eine hohe Motivation zeigen. Jedoch stehen einige vor Herausforderungen wie fehlendem Startkapital, Sprachbarrieren und unzureichender Integration, was zu einer hohen Anzahl von gescheiterten Gründungsvorhaben führt. Basierend auf Erfahrungen und Analysen werden Empfehlungen für eine qualitativ hochwertige Gründungsunterstützung vorgestellt, die auf die Bedürfnisse von Ukrainer:innen zugeschnitten sind, darunter Informationsveranstaltungen, sprachliche Unterstützung, Schnupperkurse und Mentorenprogramme. Es wird betont, dass eine sorgfältige Vorbereitung und Anpassung an die deutschen Rahmenbedingungen entscheidend für den Erfolg von Gründungsvorhaben sind.
Gründerinnen in Deutschland erfahren noch immer eine weniger positive Gründungskultur im Vergleich zu Männern. Diese Publikation gibt einen Überblick über die größten Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich Female Entrepreneurship in Deutschland und eröffnet Blickpunkte und Denkanstöße, wie man Gründerinnen und Unternehmerinnen besser in ihrer unternehmerischen Tätigkeit bestärken kann.